Über das Schreiben

Vorweg in eigener Sache

Es gibt zahlreiche Seiten und Bücher, die Tipps zum Schreiben geben und Wissenswertes dazu berichten. Ich möchte mich nicht zu diesen Seiten einreihen und weitere "Lehren" verbreiten, ich möchte hier einzig meine Erfahrungen schildern und vielleicht die eine oder andere Vorgehensweise von mir aufzeigen.


Neue Ideen finden

Bilder
Immer wieder blättere ich durch meine Fantasykartensammlung und betrachte die Bilder. Ab und an google ich auch einfach nach einem Stichwort und sehe, welche Grafiken sich dazu auftun. Häufig fallen mir dabei die ersten Ideen oder Funken zu neuen Werken ein. Manches mal sind es nur Satzfetzen oder Anhaltspunkte, mit denen ich später weiter arbeiten kann. Doch dann gibt es auch wieder Zeiten, wo mich ein einzelnes Bild zu einer kompletten Geschichte inspiriert.

Musik
Auch Musik kann sehr inspirierend wirken. Es gibt eigentlich kein Lied, das nicht eine bestimmte Atmosphäre mit sich trägt. Auch Geschichten tragen bestimmte Atmosphären. Mir hilft es häufig beim Schreiben, wenn ich Musik dabei höre, die entweder einfach nur beruhigt oder ansonsten der Atmosphäre der Geschichte entspricht. Dabei fließen mir die Worte häufig einfach so aus den Fingern.
Aber auch Songtexte oder Melodien können komplett neue Ideen wecken und der Ausgangspunkt für eine neue Geschichte sein.

Thema
Jeder Mensch hat Lieblingsthemen über die er gerne nachdenkt und sich unterhält. Warum dann nicht auch ein solches als Grundlage für eine Geschichte nutzen? Im Endeffekt birgt jedes Thema das Potential für eine Geschichte. Selbst das Wetter kann ein interessanter Ausgangspunkt sein. Ich schreibe in letzter Zeit zum Beispiel sehr gerne Geschichten zum Thema Hoffnung und Träume. Immer wieder lassen sich diese in neuer Form gestalten und bringen dabei andere Facetten zum Scheinen.

Titel und Figuren
Auch eine Titelidee oder Lieblingsfiguren (bei mir z.B. Drachen, Feen...) können schon ein Beginn sein. Ein einfach Satz kann mich oft zu einer kompletten Story inspirieren und mir neue Wege aufzeigen, die ich gehen kann.


Das Schreiben

Spaß
Bei all diesen Ideen möchte ich aber niemals den Spaß verlieren. Natürlich gibt es Zeiten in denen mir schreiben weniger Spaß macht. Wenn gar nichts funktioniert mache ich eine Pause, doch manches Mal lohnt es sich auch etwas vorwärts zu quälen, da es danach oft mit viel mehr Freude weitergehen kann. Die tollste Idee kann ich aber verwerfen, wenn mir alles nur zäh von den Fingern fließt und sich kein Wort richtig formen lassen will. Ich merke ganz deutlich an meinen Geschichten, dass mir diese nicht gelingen, wenn ich keinen Spaß bei der Arbeit habe.

Weiterschreiben
Ich glaube man könnte mich beinahe einen Meister darin nennen, Romanideen zu beginnen und sie nicht zu Ende zu schreiben. Genau dagegen arbeite ich nun an. Bei Kurzgeschichten gelingt es mir eigentlich fast immer diese auch zu beenden, bei Roman leider noch nicht. Aus diesem Grund, habe ich mich nun für ein Projekt entschieden und schreibe an diesem. Andere größere Projekte lasse ich nicht dazwischen kommen. Wenn sich wieder eine neue Idee für einen Roman anbahnt, notiere ich sämtliche Ideen und speichere diese ab. Später kann ich mich diesen immer noch widmen, doch nun ist mein Hauptprojekt an der Reihe. Kurzgeschichten oder Gedichte schreibe ich trotzdem weiter. Sie können mich zum einen zusätzlich inspirieren und motivieren mich, weil ein neues Werk beendet wurde und dies auch mal bei dem Roman der Fall sein wird. Darüber hinaus tut es auch manchmal ganz gut mal an etwas anderes zu denken und nicht nur auf eine Sache fixiert zu sein. Dadurch ändere ich immer wieder meinen Blickwinkel und komme wieder auf neue Ideen.
Doch trotz allem schwirren meine Gedanken immer wieder zurück zu meinem Roman und ich kann neue Ideen einbauen.

Schreibblockade
Ja, wie so viele leide ich genauso unter Schreibblockaden. Dann wollen die Worte sich nicht formen lassen, die Ideen fließen nicht und alles steht einfach nur Still. Immer wieder frage ich mich aufs Neue, wie ich eine Schreibblockade durchbrechen kann. Mal ist es leichter, mal schwieriger. Oft hilft es einfach mal ein paar Tage gar nicht zu schreiben oder einfach zu versuchen neue Ideen zu finden. Manches mal widme ich mich dann auch einem anderen Projekt und verfasse lieber eine Kurzgeschichte, ehe ich überhaupt nicht vorankomme.
Einfach drauf los schreiben hilft mir auch ab und an oder einen Blogeintrag zu verfassen. Es gibt viele Möglichkeiten seine Muse zu liebkosen, damit sie einem weiter hilft. Doch dafür gibt es kein Patentrezept. Mir hilft es zum Beispiel, wenn ich einfach drauf los schreibe und mir keinen großen Plan über das mache, was geschehen soll. So macht es mir mehr Spaß und ich werde genauso wie die Leser von meiner Geschichte überrascht.