Schmiedewerk in der Esse

Da die Märchenschmiede selten still steht, gibt es immer wieder neue Projekte, die im Feuer glühen. Neben Kurzgeschichten, Gedichten und Essays, werden hier auch Romane geschmiedet. Deren Fortschritt widmet sich die Esse der Märchenschmiede.


Welches Projekt liegt gerade im Feuer?

Endlich habe ich mich dazu durchgerungen, ein Romanprojekt auszuwählen und es komplett zu Ende zu schreiben, ehe ich ein neues Beginne. Falls sich doch mal ein neues dazwischen mogeln sollte, notiere ich die Ideen, und widme mich dann wieder meinem aktuellen Projekt. Hierbei handelt es sich um einen Fantasyroman, der auf dem Planeten Seraan spielt.


Schreibstatus

Nanowrimo ruft! Nun gut, ich änder es für mich etwas ab. Normal sollte man ja einen kompletten Roman schreiben, d.h. von Null bis fertig. Aber da ich sonst wieder ein großes Projekt dazwischen schiebe, starte ich von Kapitel 15 auf 50.000 Wörter. Mal schaun, wie weit ich in diesem Monat komme. Momentan bin ich jedenfalls bei 36.238 Wörtern. Wenn ich diesen Monat 50.000 dazu schreibe, wäre das ein enormer Sprung und der Roman rückt richtung vollendet. Drückt mir die Daumen.


Schmiedewerk

Arbeitstitel: Die Piraten von Maera und Meara oder Die Inseln der Träume
Genre: Fantasy
Begonnen: 1. November 2007
Einteilung: 1. Teil - Kindheitsgeschichte des Hauptcharakters; 2. Teil - Abenteuer als junge Erwachsene
Kapitel: geplant: ~25-30; verfasst: 14
aktuelle Seitenzahl: 162 Normseiten


Inhaltsbeschreibung

Vedis ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, doch dann erfährt sie von der obersten Sternendeuterin, dass sie ihre Nachfolgerin werden soll. Gleichzeitig erhält sie aber auch die Aufgabe ihren Träumen zu folgen. Um dies zu erreichen "flieht" sie schließlich aus dem Tempel und begiebt sich in das Abenteuer ihrer Träume


Leseprobe

1. Kapitel: Die Strudel der Zeit

Vedis hatte die Augen geschlossen. Ruhig atmete sie ein und aus und lauschte der Brandung, die unter ihr an die Klippen donnerte. Vereinzelte Wassertropfen trug der Wind zu ihr hinauf und benetzte ihr Gesicht. Die Luft legte ihren salzigen Schleier auf das Mädchen.
Vedis öffnete die Augen. Das Meer lag blau und wild unter ihr und die Sonne tunkte es am Horizont in einen rötlichen Schimmer. Wie ein Feuerball hing sie am Himmel. Bald würde sie untergehen und Mond und Sternen ihren Platz überlassen.
Vedis seufzte. Sie wünschte sich nichts sehnlicher als Tag ein, Tag aus das Meer und die untergehende Sonne beobachten zu können.
"Folge deinen Träumen, Menschenkind.", flüsterte ihr eine Stimme ins Ohr.
Vedis drehte sich um, konnte aber niemanden entdecken.
"Wer bist du?"
"Ich bin der Wind." Wie zur Bestätigung rauschte eine Böe durch ihre Haare und ließ die goldenen Locken tanzen.
"Ach Wind, wie soll ich meinen Träumen folgen, wenn ich sie nicht kenne?" Vedis ließ ihren Kopf hängen.
"Breite deine Schwingen aus und finde sie. Folge ihnen bis zu den Strudeln der Zeit." Der Wind stupste das Mädchen an und hob sie ein Stück in die Höhe.
Vedis drehte sich im Kreis und kicherte. "Fliegen! Ich kann fliegen!"
"Ja, mein Kind. Und nun", der Wind riss Vedis in die Höhe. "Suche deine Träume!"